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In Frankfurt wähnte man sich nach der Entlassung von Friedhelm Funkel schon wieder auf dem Weg nach Europa. Man hoffte auf einen Erfolgstrainer mit Profil, einen Trainer, der dem Anspruch, den die Frankfurter an ihre launische Diva haben, entspricht. Dann aber, am 5. Juni, kam Michael Skibbe, und vielen war klar, dass die Eintracht in der neuen Saison wieder nur im Mittelfeld herumdümpeln wird, Abstiegskampf nicht ausgeschlossen.
Und das kollektive Stirnrunzeln ging weiter. Am 30. Juli entmachtete der Ex-Bundestrainer Kapitän Ioannis Amanatidis, und übergab die Binde an Christoph Spycher. Es ist nicht so, dass der Schweizer Spycher kein würidger Kapitän wäre. Aber es ist fragwürdig, ob es die richtige Entscheidung war, dem Kapitän der letzten Jahre das Amt abzunehmen, nur, weil die Wahrscheinlichkeit größer ist, dass ein Abwehrspieler wie Spycher regelmäßiger auf dem Platz stehen könnte. Die ersten Früchte erntete Skibbe einen Tag später, als dem Griechen im Training die Sicherungen durchbrannten, und der Grieche den Abwehrspieler Habib Bellaid konfrontierte, nachdem dieser ihn überhart angegangen war.
Dabei ist diese Härte das, was die Frankfurter Abwehr in der neuen Saison prägen wird, denn mit Maik Franz (Karlsruher SC) spielt jetzt der wohl aggressivste Abwehrspieler des deutschen Fußballs in der Commerzbank Arena. Genau wie Amanatidis, kann man Franz durchaus als positiv bekloppt bezeichnen, was respektvoll gemeint ist. Neben Franz hat Skibbe mit Bellaid, Marco Russ, Aleksandar Vasoski und Chris für die Innenverteidigung und Spycher, Patrick Ochs, Nikola Petkovic und ggf. Mehdi Mahdavikia für die Außenpositionen in der Abwehr die Qual der Wahl. Nominell kann er auf jeden Fall eine bundesligataugliche Abwehr stellen.
Wählen musste Skibbe auch im Tor, denn mit Markus Pröll, Oka Nikolov und Christian Fährmann hat man in Frankfurt drei beinahe gleichstarke Torhüter, die allesamt ihren Platz in einem Bundesligator verdient hätten. Der Trainer hat sich für das Frankfurter Urgestein Nikolov entschieden, und wie die Vergangenheit gezeigt hat, kann man damit eigentlich nichts falsch machen.
Im Mittelfeld steht das größte Fragezeichen auf der Position des Sechers. Neben Zlatan Bajramovic und Pirmin Schwegler hat auch Manndecker Chris wegen des hohen Angebots in der Abwehr ein Auge auf den Posten geworfen, wobei der Bosnier Bajramovic erst seine Zehenvereltzung auskurieren muss, um richitg angreifen zu können. Auf den Außenbahnen scheint Markus Steinhöfer gesetzt, daneben hoffen noch Mahdavikia, Benjamin Köhler, Faton Toski und Ümit Korkmaz auf Einsatzzeit.
Für den Platz hinter den Spitzen bringt der Brasilianer Caio fußballerisch die besten Vorraussetzungen mit, allerdings lässt sein körperlicher Zustand immer noch arg zu wünschen übrig, so dass auch Selim Teber, Alex Meier und vielleicht auch Toski ihre Chance erhalten werden. Im Sturm ist Ioannis Amantidis gesetzt, sollte er gesund, was bei ihm nicht die Regel ist. Nikos Liberopoulos hat mit seinen 9 Toren aus der Vorsaison natürlich auch gute Karten auf einen Stammplatz. Martin Fenin und Rückkehrer Marcel Heller werden Teilzeitarbeit von der Bank leisten. Eine Tor-Garantie bringt allerdings keiner dieser 4 Stürmer mit, das zeigte die letzte Saison, wo die Eintracht in 34 Spielen gerade einmal 39 Tore erzielen konnte.
Und so wirft auch die neue Saison für den Frankfurter wieder viele Fragen auf. Kann Michael Skibbe vielleicht in Frankfurt an seine Erfolge als Jugendtrainer anknüpfen. Bleibt Ioannis Amanatidis endlich mal verletzungfrei, und vor allem, steckt er seine Demission als Kapitän weg. Kann Maik Franz die Frankfurter Abwehr genau so mitreißen, wie zuvor in Karlsruhe? Lassen die Fans Trainer und Team in Ruhe arbeiten, auch wenn es mal nicht gut läuft? Allesamt Variablen, die die Frankfurter im schlimmsten Fall mal wieder zum bstiegskandidaten werden lassen.
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Neues Jahr, neues Spiel, neues Trikot! Die meisten Vereine (bzw. ihre Ausrüster) verstehen ews jedes Jahr aufs neue, ihren Fans das Geld aus den Taschen zu ziehen. Wer traut sich schon freiwillig mit dem Trikot der Vorsaison in den Block bzw. die Kurve?
Grund genug zu vergleichen, was der geneigte Fan bezahlen muss, dem Spiel im aktuellen Dress beizuwohnen. Zum Vergleich stehen der FC Bayern(Adidas), Borussia Dortmund(Kappa), Werder Bremen(Nike), der VfB Stuttgart(Puma) und der 1.FC Köln(Reebok). Der Preis bezieht sich jeweils auf das vergleichbare Trikot, d.h. mit Spielername, Rückennummer und Ligalogo. Extras, wie z.B. das „100-Jahre“-Logo des BVB sind nicht berücksichtigt.
Das teuerste Trikot tragen dabei die eigentlich als sparsam bekannten Schwaben mit 85,45 EUR, dich gefolgt vom 1.FC Köln(85,40EUR). Es folgen die Bremer(84,45EUR) und zum Schluss die Münchener und Dortmunder(jeweils 82,45EUR).
Fazit: Die Vereine nehmen sich untereinander nichts. Überraschend ist, dass die vermeintliche Premiummarke Adidas zu den günstigsten zählt. Alles in allem kann man jedoch feststellen, dass diese Trikots allesamt maßlos überteuert sind. Vor 15 Jahren zahlte man ein Trikot des BVB nur rund 130DM, und selbst das war schon viel.
Und so gehe ich auch weiter in zivil zum Spiel, denn was zählt sind die Farben im Herzen, und nicht die auf der Brust, und die sind auch ohne Geld viel wert!
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Für die ehemals Unabsteigbaren Bochumer geht es in dieser Saison wieder nur um eins: Den Klassenerhalt. Auch letztes Jahr ist der VfL wieder nur knapp dem Abstieg entronnen. Dabei stand Trainer Marcel Koller mehr als einmal vor der Demission, auch wenn Managment und Vorstand sich nie klar dazu geäußert haben. Bei vielen Anhängern hat der Schweizer seinen Kredit verspielt; er gilt mal wieder als Favorit auf die erste Trainerentlassung in der neuen Saison.
Um das zu verhindern, bleibt Koller nicht viel mehr übrig, als sich auf die mehr oder weniger bewährten Kräfte aus dem Vorjahr zu verlassen. Die Bochumer konnten ihre Leistungsträger halten, als richtige Verstärkung kann man nur den Slowenen Zlatko Dedic (Frosione Calcio) aus der zweiten italienischen Liga bezeichnen.
Dennoch gibt es beim VfL eine grundlegende Veränderung. Marcel Koller hat Torwart Daniel Fernandes das Vertrauen entzogen und Philip Heerwagen zur neunen Nummer 1 ernannt. Neu ist dies für die Bochumer dennoch nicht, denn seit dem Karriereende von Rein van Duijnhoven hat es kein Torhüter länger als eine Saison zwischen den Pfosten des VfL ausgehalten. In Bochum steht der Torwart also nicht nur im Spiel unter Feuer.
Vor dieser Bedrohung, zumindest im Spiel, soll Heerwagen von seiner Abwehr geschützt werden, nominell eine Stärke der Bochumer. Mit Matias Concha, Christian Fuchs, Marcel Maltrtitz, Philip Bönig, Antar Yahia und Mergim Mavrai hat Koller hinten ausreichend Optionen. Bleibt abzuwarten, ob der VfL in der Defensive in dieser Saison endlich mal weitgehend verletzungsfrei bleibt.
Vor der Abwehr soll der Anti-Fußballer Christoph Dabrowski für Ordnung im Mittelfeld sorgen. Dass man dazu nicht umbedingt die Begabung eines Diego Maradonna braucht, zeigt er schon seit Jahren. Auch wenn er klare Schwächen im Spiel nach vorne hat, seine Stärken im Kopfball und in der Balleroberung sind für den VfL Gold wert. Außerdem im Rennen um die Plätze im Mittelfeld: Mimoun Azaouagh, Paul Freier, Shinji Ono, Daniel Imhof und Denis Grote, wobei Azaouagh und Ono im Zentrum spielen wollen, Freier, Grote und evtl. auch Stürmer Stanislav Sestak wollen auf die Flügel. Der Kanadier Imhof kann statt oder neben Dabrowski einen (Doppel-)Sechser geben, oder auch eingerückt auf den Halbpositionen spielen, wenn die Gesamtausrichtung des VfL es hergibt.
Im Sturm stehen mit Neuzugang Dedic, Sestak, Diego Klimowicz, Joel Epalle und Vahid Hashemian zahlreiche Optionen zur Wahl, wobei die Namen vielleicht mehr versprechen, als sie halten könnten. Bester Torjäger der Vorsaison war nämlich der Slovake Sestak mit 9 Treffern, gefolgt von Dabrowski mit 6. Ein gefährlicher Sturm trifft anders.
Dieser Kader ist keine Erfolgsgarantie, das Vorjahr zeigte es: Neben den zahlreichen Verletzungen und dem offensichtlichen Grundsatzproblem zwischen Trainer und Anhang konnte kein Manschaftsteil mit steter Regelmäßigkeit das abrufen, was man von ihm erwartete. Außer Torwart Daniel Fernandes, und den hat Koller ja erstmal aufs Abstellgleis befördert. Es bleibt abzuwarten, wie sich dieser Schachzug auf die Zukunft von Koller und die des VfL’s auswirkt. Klar ist nur eins: In Bochum geht’s vom ersten Spieltag an ums überleben, und für Marcel Koller um seinen Job.
Gestern Abend meldete der VfL Wolfsburg abermals Vollzug. Nach Edin Dzeko und Grafite hat auch Spielmacher Zvjezdan Misimovic seinen Vertrag beim Überraschungsmeister der vergangenen Saison verlängert.Der Bosnier ist nun bis zum 30.06. 2013 an die Niedersachsen gebunden, vermutlich zu deutlich verbesserten Bezügen.
Nach der anfänglichen Sorge, vielleicht sogar ihre gesamte Offensvabteilung zu verlieren, haben die Wolfsburger es ohne viel Rummel geschafft, ihr Magisches Dreieck zusammenzuuhalten. Mit Karim Ziani und Obafemi Martins haben sich sogar noch verstärkt, und können nun auch trotz des Trainerwechsels zuversichtlich die Champions League und das Unternehmen Titelverteidigung angehen.
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Erst sollte es Klaas-Jan Huntelaar werden. Der war ja schon fast da. Dann wieder nicht, und Vagner Love rückte in den Focus von Markus Babbel und Horst Heldt. Aber das gestaltete sich auch schwieriger, als erhofft. Und so interessieren sich die Stuttgarter jetzt für Alvaro Negredo von Real Madrid, der in den vergangen beiden Jahren in Almeira spielte.
Und wenn das nicht klappt, meldet euch doch einfach beim VfB, wenn ihr den Ball über 12 Meter geradeaus schießen könnt, und auch wisst, wie so ein Fußballtor aussieht – vielleicht bekommt ihr auch noch ‘ne Chance.
Schade, dass ich Torwart bin…